WMTRC 2023 Innsbruck-Stubai
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Zuschauer-Guide

Zuschauer-Guide für die Berg- und Trailrunning-WM 2023 in Innsbruck-Stubai

Die World Mountain and Trail Running Championships 2023 in Innsbruck-Stubai boten nicht nur für die über 600 Athletinnen und Athleten ein unvergessliches Erlebnis, sondern auch für die tausenden Zuschauer an den Strecken. Ob am Start- und Zielbereich in der Innsbrucker Altstadt, an den Streckenposten entlang der alpinen Trails oder in den eigens eingerichteten Cheering Zones im Stubaital — das Fan-Erlebnis bei der WM war einzigartig. Dieser Guide fasst alle wichtigen Informationen für Zuschauer zusammen: Anreise, die besten Aussichtspunkte, den Cheering Bus und praktische Tipps für einen gelungenen Tag an der Strecke.

Anreise nach Innsbruck und ins Stubaital

Mit der Bahn nach Innsbruck

Innsbruck ist als Knotenpunkt im Herzen der Alpen hervorragend an das europaeische Bahnnetz angebunden. Der Hauptbahnhof Innsbruck wird von OeBB-Fernzuegen, DB-ICE-Verbindungen aus München (ca. 1:45 h) und Zurich (ca. 3:45 h) sowie von Railjet-Verbindungen aus Wien (ca. 4:15 h) bedient. Vom Hauptbahnhof erreichen Sie den Start- und Zielbereich der WM in der Innsbrucker Altstadt in etwa 15 Gehminuten oder mit der Strassenbahn (Linie 1 oder 3) in wenigen Minuten. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel wurde von den Veranstaltern ausdruecklich empfohlen, um den Verkehr in der Innenstadt und im Stubaital zu minimieren.

Mit dem Auto

Innsbruck liegt direkt an der Brennerautobahn (A13) und der Inntalautobahn (A12). Aus Süddeutschland kommend nehmen Sie die A12 über Kufstein oder die A13 über den Brenner. Beachten Sie, dass für die Benutzung österreichischer Autobahnen eine Vignette erforderlich ist. In Innsbruck standen während der WM mehrere Parkhäuser zur Verfügung, darunter die Olympiaworld-Parkgarage und das Parkhaus Congress. Für die Rennen im Stubaital (Vertical Race, Stubai Ultratrail) wurden Shuttle-Verbindungen von Innsbruck aus angeboten. Das Parken direkt an den Streckenposten im Stubaital war nur begrenzt möglich — die Zufahrt zu Neustift und Fulpmes war an Renntagen teilweise gesperrt.

Flughafen Innsbruck

Der Flughafen Innsbruck (INN) liegt nur vier Kilometer westlich des Stadtzentrums. Buslinien (Linie F) verbinden den Flughafen mit dem Hauptbahnhof in etwa 20 Minuten. Alternativ ist eine Taxifahrt ins Zentrum in rund 10 Minuten möglich. Internationale Gäste können auch über den Flughafen München (MUC) anreisen und von dort den Zug nach Innsbruck nehmen — die Fahrzeit beträgt unter zwei Stunden.

Streckenposten und Cheering Zones

Die Veranstalter richteten entlang aller fünf Rennstrecken Cheering Zones ein — Bereiche, an denen Zuschauer sicher stehen, die Athleten anfeuern und das Renngeschehen hautnah erleben konnten. Jede Cheering Zone war ausgeschildert und verfügte über Absperrungen, um die Sicherheit sowohl der Fans als auch der Läufer zu gewährleisten.

Vertical Race am Elfer (Stubaital)

Das Vertical Race führte von Neustift im Stubaital steil hinauf zum Elfer auf über 2.000 Meter. Die beste Cheering Zone befand sich direkt am Start in Neustift, wo die Athleten in Intervallen losgeschickt wurden. Am Zielbereich an der Elfergondel-Bergstation war der Zugang für Zuschauer über die Elferbahnen möglich — die Gondel brachte Fans direkt zum Zielbereich. Die Atmosphäre am Gipfel, wo die Läufer nach dem letzten steilen Anstieg ins Ziel kamen, war elektrisierend.

Mountain Classic (Innsbruck – Patscherkofel)

Der klassische Berglauf führte vom Zentrum Innsbrucks über die Hänge des Patscherkofels und zurück. Cheering Zones gab es am Start/Ziel in der Altstadt (Goldenes Dachl), an der Patscherkofel-Mittelstation und entlang des Zirbenwegs. Besonders empfehlenswert war die Zone an der Mittelstation, wo die Läufer sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg vorbeikamen — man konnte die Athleten also zweimal anfeuern.

Trail Short (ca. 45 km)

Der Trail Short führte auf anspruchsvollen Singletrails rund um Innsbruck. Cheering Zones befanden sich am Start/Ziel (Olympiaworld), an der Höttinger Alm oberhalb Innsbrucks, beim Arzler-Alm-Aufstieg und am Götheweg an der Nordkette. Die Nordkette-Cheering-Zone war über die Hungerburg- und Nordkettenbahnen erreichbar und bot einen spektakulären Blick auf die Läufer vor der Kulisse des Karwendelgebirges.

Trail Long (ca. 80 km)

Das längste Rennen der WM startete am frühen Morgen und führte über die gesamte Bergkulisse südlich von Innsbruck. Cheering Zones gab es an den Verpflegungsstationen in Igls, Patsch, Matrei am Brenner und im Gschnitztal. Da das Rennen über 80 Kilometer ging, konnten mobile Zuschauer die Athleten an mehreren Punkten anfeuern, wenn sie sich zwischen den Streckenposten bewegten. Die Zielankunft in der Innsbrucker Altstadt am späten Nachmittag war der emotionale Höhepunkt des Tages.

Stubai Ultratrail (ca. 65 km)

Der Stubai Ultratrail führte durch das gesamte Stubaital — vorbei an Almwiesen, über Gratpfade und durch Gletschernähe. Cheering Zones befanden sich in Fulpmes (Start/Ziel), an der Schlicker Alm, bei der Franz-Senn-Hütte und an der Starkenburger Hütte. Für Zuschauer, die nicht die gesamte Strecke abwandern wollten, war die Cheering Zone in Fulpmes am bequemsten erreichbar — hier kamen die Läufer mehrfach vorbei.

Der Cheering Bus: Von Innsbruck ins Stubaital

Ein besonderes Highlight für Zuschauer war der kostenlose Cheering Bus, der an den Renntagen zwischen Innsbruck und den wichtigsten Streckenposten im Stubaital pendelte. Der Bus startete morgens am Hauptbahnhof Innsbruck und fuhr über die Stubaitalbahn-Haltestellen direkt zu den Cheering Zones in Neustift, Fulpmes und am Elfer. Die Abfahrtszeiten waren auf die Rennplaene abgestimmt, sodass Zuschauer rechtzeitig zu den spannendsten Momenten an der Strecke waren — etwa wenn die Spitzengruppe des Vertical Race den Gipfel erreichte oder die ersten Läufer des Stubai Ultratrails die Schlicker Alm passierten.

Der Cheering Bus fuhr im 30-Minuten-Takt und war für alle Zuschauer kostenlos. Eine Reservierung war nicht nötig, allerdings wurde empfohlen, früh zu kommen, da die Plätze an den Haupt-Renntagen schnell belegt waren. Der letzte Bus zurück nach Innsbruck fuhr abends nach der Siegerehrung.

Tipps für Zuschauer an der Strecke

Kleidung und Ausruestung

Die Rennen fanden Anfang Juni in den Tiroler Alpen statt, was bedeutet: Wechselhaftes Bergwetter ist jederzeit möglich. Selbst wenn es im Tal sommerlich warm war, konnte es auf über 2.000 Metern Höhe empfindlich kühl werden. Empfohlen wurde wetterfeste Kleidung in Schichten, festes Schuhwerk (insbesondere für Streckenposten abseits befestigter Wege), Sonnenschutz und Regenschutz. Wer an den Nordkette- oder Patscherkofel-Cheering-Zones zusehen wollte, sollte mindestens Wanderschuhe tragen.

Verpflegung

An den größeren Cheering Zones und im Start-/Zielbereich gab es Verpflegungsstände mit Getränken und Snacks. Die Trail Running Expo in der Olympiaworld bot zusätzlich ein breites kulinarisches Angebot. Für die höhergelegenen Streckenposten empfahl es sich, eigene Verpflegung mitzubringen. In Neustift und Fulpmes im Stubaital gab es Gasthöfe und Cafés in unmittelbarer Nähe der Cheering Zones.

Barrierefreiheit

Der Start- und Zielbereich in der Innsbrucker Altstadt war weitgehend barrierefrei zugänglich. Die Cheering Zones an den Bergstationen (Elfer, Nordkette, Patscherkofel) waren über Gondeln erreichbar, die grundsaetzlich rollstuhlgerecht ausgestattet sind. Allerdings waren die Streckenposten abseits der Seilbahnstationen nur über unbefestigte Wanderwege erreichbar und damit für Menschen mit eingeschränkter Mobilität schwer zugänglich. Die Veranstalter empfahlen in solchen Fällen die Cheering Zones im Tal — etwa in Neustift, Fulpmes oder direkt am Start/Ziel in Innsbruck.

Öffentliche Verkehrsmittel vor Ort

Das IVB-Netz (Innsbrucker Verkehrsbetriebe) verband die verschiedenen Austragungsorte in Innsbruck hervorragend. Die Strassenbahn (Linie 1 und 3) fuhr direkt in die Altstadt, Buslinien erreichten Igls und die Patscherkofel-Talstation. Ins Stubaital fuhr die Stubaitalbahn ab Innsbruck Hauptbahnhof nach Fulpmes (Fahrzeit ca. 50 Minuten). An den Renntagen gab es verstaerkte Takte auf den relevanten Linien. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel war auch deshalb empfehlenswert, weil an den Austragungsorten nur begrenzt Parkplaetze zur Verfügung standen.

Die besten Aussichtspunkte für maximale WM-Atmosphäre

Wer die WMTRC 2023 als Zuschauer besucht hat, konnte zwischen verschiedenen Strategien waehlen: Alles an einem Ort erleben oder mobil zwischen den Streckenposten wechseln.

Strategie 1: Start- und Zielbereich Innsbruck

Wer den Start und das Ziel der Rennen erleben wollte, war in der Innsbrucker Altstadt am besten aufgehoben. Hier starteten Mountain Classic, Trail Short und Trail Long direkt vor dem Goldenen Dachl. Die Atmosphäre bei der Zielankunft war unvergleichlich — die enge Gasse, die historischen Haeuser und das Publikum, das die Läufer auf den letzten Metern anfeuerte. Die Expo in der Olympiaworld war nur wenige Gehminuten entfernt und bot zwischen den Rennen Unterhaltung und Verpflegung.

Strategie 2: Bergstation für alpine Atmosphäre

Wer die Athleten in der alpinen Umgebung erleben wollte, fuhr mit der Gondel auf den Elfer, die Nordkette oder den Patscherkofel. Oben angekommen, bot sich ein spektakulaerer Blick auf die Läufer vor dem Alpenpanorama. Besonders der Zieleinlauf des Vertical Race am Elfer-Gipfel war ein Gaensehaut-Moment. Die Bergstationen boten zudem Gaststätten, sodass man den Renntag in gemuetlicher Atmosphäre verbringen konnte.

Strategie 3: Mobil entlang der Strecke

Erfahrene Trail-Running-Fans, die selbst gut zu Fuss waren, konnten zwischen den Cheering Zones wechseln und die Athleten an mehreren Punkten anfeuern. Dies erforderte allerdings gute Planung und die Bereitschaft, selbst einige Kilometer zu Fuss zurückzulegen. Die Veranstalter stellten Streckenkarten mit GPS-Koordinaten der Cheering Zones zur Verfügung, die diese Planung erleichterten.

Familienfreundliche Bereiche

Die WMTRC 2023 war ein Event für die ganze Familie. Im Start- und Zielbereich in Innsbruck gab es eine Kids Zone mit Hüpfburg, einem Mini-Trail-Parcours für Kinder und Schminkstationen. Die Expo bot ebenfalls ein Kinderprogramm mit Workshops zum Thema Natur und Berge. Familien mit kleinen Kindern waren im Talbereich (Innsbruck Altstadt, Neustift, Fulpmes) am besten aufgehoben, da hier die Infrastruktur am umfangreichsten war: Wickelräume, Spielplätze in der Nähe und kurze Wege zu Gaststätten.

Die Public Races boten zudem die Möglichkeit, dass auch Hobby-Läufer und Jugendliche auf den WM-Strecken starten konnten. Das KRONE Race to Hoell war dabei besonders beliebt bei Familien, da es verschiedene Distanzen für unterschiedliche Leistungsniveaus gab.

Weiterführende Informationen

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Rennstrecken und Höhenprofilen finden Sie auf unserer Streckenseite. Die vollständigen Ergebnisse aller fünf Disziplinen sind ebenfalls verfuegbar. Wer sich für das Rahmenprogramm interessiert, findet alle Details auf der Expo- und Festival-Seite. Und wer die WM-Strecken selbst erlaufen möchte, erfaehrt auf der Public-Races-Seite alles über die Breitensport-Rennen.

Haeufige Fragen

FAQ für Zuschauer bei der Berg- und Trailrunning-WM 2023

Die besten Zuschauer-Standorte waren der Start- und Zielbereich in der Innsbrucker Altstadt (für Mountain Classic, Trail Short und Trail Long), die Bergstation am Elfer im Stubaital (Vertical Race) und die Nordkette-Cheering-Zone (Trail Short). Im Tal boten Neustift und Fulpmes die beste Atmosphäre für den Stubai Ultratrail. Alle Cheering Zones waren ausgeschildert und über öffentliche Verkehrsmittel oder den Cheering Bus erreichbar.

In Innsbruck standen die Parkhäuser Olympiaworld, Congress und DEZ zur Verfügung. Im Stubaital war das Parkplatzangebot begrenzt — die Zufahrt nach Neustift und Fulpmes war an Renntagen teilweise eingeschraenkt. Die Veranstalter empfahlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem kostenlosen Cheering Bus ab Innsbruck Hauptbahnhof. Wer mit dem Auto kam, sollte früh da sein, da die Parkplaetze an den Renntagen schnell belegt waren.

Der Cheering Bus fuhr an den Renntagen im 30-Minuten-Takt vom Hauptbahnhof Innsbruck zu den Cheering Zones in Neustift und Fulpmes. Die erste Abfahrt war morgens früh (abgestimmt auf den Rennstart), die letzte Fahrt zurück nach Innsbruck war nach der Siegerehrung am Abend. Der Bus war kostenlos und ohne Voranmeldung nutzbar. An Spitzentagen (Vertical Race, Stubai Ultratrail) empfahl es sich, früh zu kommen, da die Plätze begrenzt waren.

Der Start- und Zielbereich in der Innsbrucker Altstadt war weitgehend barrierefrei. Die Bergstation-Cheering-Zones (Elfer, Nordkette, Patscherkofel) waren über Gondeln erreichbar, die rollstuhlgerecht ausgestattet sind. Streckenposten abseits der Seilbahnstationen waren jedoch nur über unbefestigte Wege erreichbar und für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet. Die Expo in der Olympiaworld war vollständig barrierefrei.

Anfang Juni kann es in den Tiroler Alpen wechselhaft sein. Im Tal liegen die Temperaturen oft bei 20–25 Grad Celsius, auf über 2.000 Metern Höhe kann es aber deutlich kühler sein (5–15 Grad). Empfohlen wurden: wetterfeste Kleidung in Schichten, festes Schuhwerk (Wanderschuhe für die Bergstationen), Sonnencreme, Sonnenbrille, Regenjacke und ausreichend Wasser. Wer an den Streckenposten im Gebirge zuschauen wollte, sollte wie für eine leichte Wanderung ausgeruestet sein.

Am Start/Ziel in Innsbruck und an der Expo gab es ein vielfältiges kulinarisches Angebot: von Tiroler Spezialitaeten über Pasta bis hin zu vegetarischen und veganen Optionen. An den Bergstation-Cheering-Zones (Elfer, Nordkette) gab es Bergrestaurants mit Speisen und Getränken. An den kleineren Streckenposten war keine Verpflegung für Zuschauer verfuegbar — hier empfahl es sich, eigene Snacks und Getraenke mitzubringen. Im Stubaital boten die Gasthöfe in Neustift und Fulpmes zusätzliche Einkehrmöglichkeiten.

Innsbruck hat ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz. Die Strassenbahn (Linie 1, 3) fuhr direkt in die Altstadt zum Start-/Zielbereich. Buslinien erreichten Igls und die Patscherkofel-Talstation. Die Stubaitalbahn verband den Hauptbahnhof Innsbruck mit Fulpmes im Stubaital (ca. 50 Minuten Fahrzeit). An Renntagen gab es verstaerkte Takte. Zusaetzlich pendelte der kostenlose Cheering Bus zwischen Innsbruck und den Stubaital-Cheering-Zones.

Ja, die WMTRC 2023 war ausdruecklich familienfreundlich gestaltet. Am Start-/Zielbereich in Innsbruck gab es eine Kids Zone mit Hüpfburg, Mini-Trail-Parcours und Schminkstationen. Die Expo bot Kinder-Workshops zum Thema Natur und Berge. Im Stubaital waren die Talstationen in Neustift und Fulpmes mit Spielplätzen, Wickelräumen und Gaststätten bestens für Familien geeignet. Die Public Races boten zudem kurze Distanzen, an denen auch Jugendliche teilnehmen konnten.