Ida-Sophie Hegemann, geboren um 1997, gehört zu den talentiertesten deutschen Trail-Läuferinnen ihrer Generation. Die Norddeutsche fand erst über den klassischen Langstreckenlauf zum Trailrunning — ein Weg, der ungewöhnlich ist, da viele Trail-Athleten aus dem Bergsport kommen. Doch genau diese Grundlage aus dem Straßenlauf gibt ihr eine außergewöhnliche Grundschnelligkeit, die sie auf den Trails in einen Vorteil umwandelt.
Hegemann machte in den Jahren vor der WMTRC 2023 durch konstant starke Leistungen bei deutschen und europäischen Trail-Rennen auf sich aufmerksam. Ihre Stärke liegt vor allem in der Fähigkeit, auch nach stundenlangen Anstiegen in den Abfahrten noch hohes Tempo zu halten. Dieser explosive Stil, kombiniert mit guter taktischer Rennführung, brachte ihr die Nominierung für das deutsche WM-Team ein.
Abseits der Wettkämpfe studierte Hegemann und verbindet Studium und Leistungssport mit einer bemerkenswerten Disziplin. Sie trainiert in wechselnden alpinen Regionen und sucht gezielt Strecken mit technisch anspruchsvollen Passagen, um ihre Schwächen im felsigen Gelände systematisch auszugleichen. Diese Detailarbeit zahlte sich bei der WM 2023 aus.
Bei der World Mountain and Trail Running Championships 2023 in Innsbruck-Stubai trat Ida-Sophie Hegemann in zwei Disziplinen an. Im Trail Short der Frauen — einer rund 45 Kilometer langen Strecke mit 2.500 Höhenmetern — lief sie ein hervorragendes Rennen. Von Beginn an in der Spitzengruppe positioniert, hielt sie dem Druck der internationalen Konkurrenz stand und sicherte sich mit einer Zeit von 5:06:18 die Bronzemedaille. Es war ein historischer Moment für den deutschen Frauen-Trailrunning-Sport.
Nur wenige Tage später stand Hegemann erneut am Start — diesmal beim Stubai Ultratrail über 65 Kilometer mit 3.800 Höhenmetern. Trotz der Belastung aus dem Trail Short kämpfte sie sich durch das anspruchsvolle Rennen und erreichte das Ziel als Sechste der Frauenwertung in 9:18:55. Eine beachtliche Leistung, die ihre Vielseitigkeit und Ausdauer auf höchstem Niveau unterstrich.
Gemeinsam mit Kimi Schreiber, der ebenfalls zwei Medaillen holte, und Rosanna Buchauer trug Hegemann maßgeblich zum starken Abschneiden des deutschen Teams bei der WMTRC 2023 bei. Ihre Bronzemedaille im Trail Short war das beste Einzelergebnis einer deutschen Frau bei dieser Weltmeisterschaft.
| Disziplin | Platzierung | Zeit | Strecke |
|---|---|---|---|
| Trail Short (Frauen) | 3. Platz (Bronze) | 5:06:18 | ~45 km / 2.500 Hm |
| Stubai Ultratrail (Frauen) | 6. Platz | 9:18:55 | 65 km / 3.800 Hm |
Ida-Sophie Hegemann gewann die Bronzemedaille im Trail Short der Frauen bei der WMTRC 2023 in Innsbruck-Stubai. Sie erreichte das Ziel in einer Zeit von 5:06:18 und sicherte damit Deutschland eine der wenigen Frauen-Medaillen im Trailrunning bei einer Weltmeisterschaft.
Hegemann startete in zwei Disziplinen: dem Trail Short (~45 km, 2.500 Hm) und dem Stubai Ultratrail (65 km, 3.800 Hm). Im Trail Short holte sie Bronze, beim Stubai Ultratrail belegte sie den 6. Platz. Alle Ergebnisse der WMTRC 2023 finden sich auf der Ergebnisseite.
Ida-Sophie Hegemann wurde um 1997 geboren und war bei der WMTRC 2023 Mitte 20. Sie gehört damit zur jüngeren Generation deutscher Trail-Läuferinnen und hat noch viele Jahre an der Weltspitze vor sich.
Im Gegensatz zu vielen Trail-Athleten kam Ida-Sophie Hegemann über den klassischen Straßenlauf zum Trailrunning. Diese Grundlage verschafft ihr eine hohe Grundschnelligkeit, die sie auf den Bergstrecken in einen Vorteil umsetzen kann. Der Wechsel auf die Trails erfolgte im frühen Erwachsenenalter.
Neben Hegemann startete auch Rosanna Buchauer erfolgreich für Deutschland beim Stubai Ultratrail (5. Platz). In den Berg-Disziplinen waren weitere deutsche Athletinnen vertreten. Auf der Athleten-Übersicht finden sich alle deutschen Teilnehmer.
Hegemanns Stärke liegt in der Kombination aus Grundschnelligkeit vom Straßenlauf und einer explosiven Abfahrtstechnik. Sie geht Rennen taktisch klug an, spart Kräfte in den Anstiegen und macht in den Downhill-Passagen Zeit gut. Diese Strategie funktionierte bei der WMTRC 2023 besonders gut auf den technisch anspruchsvollen Tiroler Trails.
Der Trail Short bei der WMTRC 2023 führte über rund 45 Kilometer mit 2.500 Höhenmetern durch das Gelände rund um Innsbruck und das Stubaital. Die Strecke beinhaltete technische Singletrails, alpine Passagen und anspruchsvolle Auf- und Abstiege in den Tiroler Alpen.
Das deutsche Frauenteam hatte mit Hegemanns Bronze im Trail Short und Buchauers 5. Platz beim Stubai Ultratrail ein starkes Abschneiden bei der WMTRC 2023. Auch Kimi Schreiber auf der Männerseite trug mit zwei Medaillen zum Gesamterfolg der deutschen Delegation bei.