Jakob Herrmann, geboren circa 1991 in Österreich, ist ein bemerkenswertes Beispiel für die Vielseitigkeit alpiner Athleten. Ursprünglich im Skibergsteigen (Skimo) zu Hause, gehörte er dort zur internationalen Spitze und vertrat Österreich bei Weltmeisterschaften und Weltcup-Rennen. Die Fähigkeit, mit Ski und Fellen stundenlang in steilem Gelände aufzusteigen, bildet die perfekte Grundlage für das Ultra-Trail-Running.
Der Übergang vom Skibergsteigen zum Trail Running verlief für Herrmann fließend. Die aerobe Kapazität, die mentale Stärke bei mehrstündigen Belastungen und die Vertrautheit mit hochalpinem Gelände — all das sind Qualitäten, die in beiden Sportarten entscheidend sind. Herrmann nutzte diese Synergien geschickt und etablierte sich innerhalb weniger Jahre als einer der stärksten österreichischen Ultra-Trail-Läufer.
Seine Doppelkarriere als Skibergsteiger im Winter und Trail-Runner im Sommer verschafft ihm einen ganzjährigen Trainingsrhythmus, der kaum Pausen kennt. Im Winter absolviert er tausende Höhenmeter auf Tourenski, im Sommer überträgt er diese Fitness auf die Trails. Dieses System macht ihn besonders stark bei Rennen mit extremen Höhenunterschieden — exakt die Anforderungen, die der Stubai Ultratrail und der Trail Long bei der WMTRC 2023 stellten.
Herrmann ist bekannt für seine gleichmäßige Renneinteilung und seine Fähigkeit, auch nach zehn oder mehr Stunden noch ein solides Tempo zu halten. Diese Eigenschaft zeigte sich eindrucksvoll bei der WM 2023, wo er in gleich zwei Langdistanz-Bewerben unter den besten zehn der Welt landete.
Bei der World Mountain and Trail Running Championships 2023 in Innsbruck-Stubai bewies Jakob Herrmann seine außergewöhnliche Ausdauer mit einem beeindruckenden Doppelstart: Er trat sowohl im Trail Long (ca. 80 km, 4.500 Hm) als auch im Stubai Ultratrail (65 km, 3.800 Hm) an. In beiden Rennen erreichte er Top-10-Platzierungen gegen die stärkste Konkurrenz der Welt.
Im Stubai Ultratrail lief Herrmann ein hervorragendes Rennen und erreichte den 4. Platz mit einer Zeit von 7:38:05 — nur rund 20 Minuten hinter dem Goldmedaillengewinner Hannes Namberger (7:18:44). Vor ihm platzierten sich neben Namberger nur Timotej Bečan (Silber, 7:25:11) und der Pole Marcin Świerc (Bronze). Knapp hinter Herrmann folgte Florian Grasel auf Platz 5.
Im Trail Long erreichte Herrmann den 8. Platz mit einer Zeit von 9:25:11. Dieses Ergebnis ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass er innerhalb weniger Tage zwei der härtesten Bergrennen der Welt bestritt. Die Fähigkeit, in beiden Disziplinen auf höchstem Niveau zu performen, unterstreicht seine außerordentliche physische und mentale Belastbarkeit. Alle Ergebnisse der WMTRC 2023 dokumentieren die Breite seines Könnens.
Herrmanns Hintergrund im Skibergsteigen ist sein Alleinstellungsmerkmal im Trail Running. Im Skimo-Bereich hatte er bereits internationale Erfolge erzielt, darunter starke Platzierungen bei der Skibergsteiger-WM und im Weltcup. Die dort aufgebaute VO2max-Kapazität und die Fähigkeit, stundenlang an der anaeroben Schwelle zu arbeiten, übertragen sich direkt auf lange Bergläufe.
Besonders bei Strecken mit extremen Höhenunterschieden wie dem Stubai Ultratrail kommt diese Fitness zum Tragen. Während reine Flachland-Läufer im steilen Gelände oft einbrechen, kann Herrmann sein Tempo auch bei Steigungen von 30 % und mehr konstant halten. Diese Qualität macht ihn zu einem der gefährlichsten Konkurrenten bei alpinen Ultra-Distanzen.
| Disziplin | Platzierung | Zeit | Strecke |
|---|---|---|---|
| Stubai Ultratrail | 4. Platz | 7:38:05 | 65 km / 3.800 Hm |
| Trail Long | 8. Platz | 9:25:11 | 80 km / 4.500 Hm |
Jakob Herrmann stammt aus Österreich und wurde circa 1991 geboren. Er kommt ursprünglich aus dem Skibergsteigen, wo er auf internationalem Niveau aktiv war, und hat sich in den letzten Jahren auch im Ultra-Trail-Running etabliert. Bei der WMTRC 2023 war er somit rund 32 Jahre alt.
Herrmann erreichte den 4. Platz beim Stubai Ultratrail (7:38:05) und den 8. Platz im Trail Long (9:25:11). Damit war er in beiden Langdistanz-Bewerben unter den Top 10 der Welt — ein herausragendes Ergebnis, das seine Klasse als Ultra-Trail-Athlet unterstreicht.
Vor Herrmann platzierten sich drei Athleten: Hannes Namberger aus Deutschland (Gold, 7:18:44), Timotej Bečan aus Slowenien (Silber, 7:25:11) und der Pole Marcin Świerc (Bronze, 7:31:28). Herrmann lag rund 20 Minuten hinter dem Sieger.
Skibergsteigen (Skimo) ist ein Wintersport, bei dem Athleten mit Tourenski Berge aufsteigen und wieder abfahren. Die dafür benötigte aerobe Kapazität, mentale Ausdauer und Vertrautheit mit hochalpinem Gelände überträgt sich ideal auf das Ultra-Trail-Running. Herrmann nutzt diese Synergien und trainiert ganzjährig — im Winter auf Ski, im Sommer auf Trails.
Ein Doppelstart in zwei Langdistanz-Bewerben innerhalb weniger Tage ist keineswegs üblich und zeugt von außerordentlicher Belastbarkeit. Nur wenige Athleten wagen es, bei einer WM in zwei solch anspruchsvollen Disziplinen anzutreten. Herrmanns Top-10-Platzierungen in beiden Rennen machen seine Leistung umso beeindruckender.
Der Stubai Ultratrail umfasste rund 65 km Distanz mit 3.800 Höhenmetern. Die Strecke führte durch das Stubaital, über die Elferhütte und den Stubaier Höhenweg — mit hochalpinen Passagen über 2.800 m Höhe und technisch anspruchsvollen Trails in spektakulärer Tiroler Berglandschaft.
Neben Herrmann startete unter anderem Florian Grasel im Stubai Ultratrail und erreichte dort den 5. Platz (7:44:33). Österreich war damit in den Langdistanzen stark vertreten. Auf der Ergebnisseite finden Sie alle österreichischen Platzierungen im Detail.
Weitere Athletenprofile finden Sie auf der Athleten-Übersicht. Die Ergebnisseite bietet vollständige Resultate aller fünf Disziplinen: Vertical, Mountain Classic, Trail Short, Trail Long und Stubai Ultratrail. Hintergrundberichte zur Region gibt es unter Insights Stubai.