Christian Stern, geboren 1990 in Tirol, wuchs inmitten der Alpen auf und entwickelte früh eine tiefe Verbundenheit zum Bergsport. Schon als Jugendlicher war er auf den Trails rund um Innsbruck und im Stubaital unterwegs, zunächst als begeisterter Wanderer, später als ambitionierter Bergsportler. Seine Leidenschaft für das Laufen in steilem Gelände führte ihn schließlich in den Wettkampfsport, wo er sich über die Jahre als verlässlicher Ultra-Trail-Athlet im österreichischen Nationalteam etablierte.
Sterns sportliche Entwicklung verlief stetig: Nach ersten Erfolgen bei regionalen Bergläufen in Tirol und Vorarlberg wagte er den Sprung zu internationalen Ultra-Trail-Rennen. Seine Stärke liegt dabei besonders in der zweiten Rennhälfte — dort, wo andere Athleten nachlassen, kann Stern häufig noch Plätze gutmachen. Diese Qualität verdankt er seinem disziplinierten Trainingsaufbau und der Erfahrung unzähliger Stunden auf hochalpinen Pfaden.
Als Teil des österreichischen Nationalteams für die WMTRC 2023 stand Stern vor einer besonderen Aufgabe: Bei einer Heim-WM in den Tiroler Bergen, die er aus dem Training kennt, sollte er seine beste Leistung abrufen. Gemeinsam mit Teamkollegen wie Florian Grasel und Jakob Herrmann bildete er ein starkes österreichisches Aufgebot für den Stubai Ultratrail.
Abseits der Wettkämpfe engagiert sich Stern in der Tiroler Trail-Running-Community und gibt sein Wissen über alpine Lauftechniken an jüngere Athleten weiter. Er betont stets, dass der Respekt vor dem Gebirge die wichtigste Grundlage für jeden Bergsportler sei — eine Haltung, die sich auch in seinem besonnenen Rennstil widerspiegelt.
Bei der World Mountain and Trail Running Championships 2023 ging Christian Stern im Stubai Ultratrail über 65 Kilometer und 3.800 Höhenmeter an den Start. Die Strecke führte durch das hochalpine Stubaital, über technische Bergpfade und Passagen auf über 2.800 Metern Höhe — Bedingungen, die dem Tiroler eigentlich perfekt lagen.
Stern lieferte ein taktisch kluges Rennen ab. In der ersten Hälfte hielt er sich bewusst zurück und setzte auf ein kontrolliertes Tempo. Ab Kilometer 40 begann er, die Pace zu erhöhen und arbeitete sich durch das Feld nach vorne. Mit einer Endzeit von 7:51:09 erreichte er einen starken sechsten Platz — nur rund 32 Minuten hinter dem Sieger Hannes Namberger aus Deutschland.
Sein Ergebnis trug maßgeblich zur Gesamtwertung des österreichischen Teams bei. Zusammen mit Florian Grasel auf Platz 5 und Jakob Herrmann auf Platz 4 bildete das rot-weiß-rote Trio eines der stärksten Teamaufgebote des gesamten Wettbewerbs. Die Heim-WM in den vertrauten Tiroler Bergen nutzten die Österreicher eindrucksvoll.
| Disziplin | Platzierung | Zeit | Strecke |
|---|---|---|---|
| Stubai Ultratrail | 6. Platz | 7:51:09 | 65 km / 3.800 Hm |
Christian Stern stammt aus Tirol in Österreich und wurde 1990 geboren. Bei der WMTRC 2023 war er 33 Jahre alt. Er trainiert hauptsächlich auf den alpinen Trails rund um Innsbruck und im Stubaital, was ihm bei der Heim-WM einen Geländevorteil verschaffte.
Stern belegte den 6. Platz beim Stubai Ultratrail mit einer Zeit von 7:51:09. Die 65 Kilometer lange Strecke mit 3.800 Höhenmetern durch das Stubaital gehörte zu den anspruchsvollsten Disziplinen der WM. Alle Ergebnisse der WMTRC 2023 sind auf der Ergebnisseite verfügbar.
Stern war Teil des österreichischen Nationalteams für den Stubai Ultratrail. Gemeinsam mit Jakob Herrmann (4. Platz) und Florian Grasel (5. Platz) bildete er ein starkes Trio, das die Teamwertung der Österreicher maßgeblich stärkte.
Sterns besondere Stärke liegt in Ultra-Distanzen auf technischem alpinem Gelände. Er ist bekannt für sein negatives Splitting — also dafür, die zweite Rennhälfte schneller zu laufen als die erste. Diese Strategie half ihm auch beim Stubai Ultratrail, wo er in den letzten 25 Kilometern mehrere Positionen gutmachen konnte.
Der Stubai Ultratrail führte über 65 Kilometer mit 3.800 Höhenmetern durch das Stubaital. Die Strecke beinhaltete hochalpine Passagen über 2.800 Meter, technische Single-Trails und steile Anstiege zur Elferhütte und über Teile des Stubaier Höhenwegs — eine der anspruchsvollsten Ultra-Strecken im Rahmen einer Weltmeisterschaft.
Den Sieg holte sich Hannes Namberger aus Deutschland mit einer Zeit von 7:18:44. Stern lag mit seinem sechsten Platz rund 32 Minuten hinter dem Sieger — ein respektabler Abstand angesichts der Renndistanz von 65 Kilometern und der extremen Streckenbedingungen.
Stern betreibt den Ultra-Trail-Sport auf semiprofessionellem Niveau. Er ist Teil des österreichischen Nationalteams und wird von Sportausrüstern unterstützt. Sein Trainingsumfang mit über 150 Kilometern pro Woche in Spitzenphasen entspricht dem eines Profiathleten, wobei er den Sport mit beruflichen Verpflichtungen kombiniert.
Auf der Athleten-Übersichtsseite sind alle Profile der Teilnehmerinnen und Teilnehmer verlinkt. Besonders lesenswert sind die Profile von Florian Grasel, Jakob Herrmann und Hannes Namberger, die gemeinsam mit Stern das Podium und die Top-Platzierungen beim Stubai Ultratrail prägten.