WMTRC 2023 Innsbruck-Stubai
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Österreichische Berglauf-Athleten über den Heimvorteil bei der WM 2023 in Innsbruck-Stubai

10. März 2023

Für österreichische Berglauf- und Trailrunning-Athleten ist die WMTRC 2023 in Innsbruck-Stubai ein besonderes Ereignis. Eine Weltmeisterschaft im eigenen Land zu laufen, auf Strecken, die man kennt, vor heimischem Publikum — das ist ein Privileg, das sich nur selten bietet. Wir haben mit einigen der besten österreichischen Bergläuferinnen und Bergläufer über ihre Erwartungen, den Heimvorteil und ihre persönlichen Ziele gesprochen.

Andrea Mayr: „Die Berge in Tirol sind mein Wohnzimmer"

Andrea Mayr ist die erfolgreichste österreichische Bergläuferin aller Zeiten. Mehrfache Welt- und Europameisterin, dutzende nationale Titel, eine Karriere, die über zwei Jahrzehnte andauert. Für die Oberösterreicherin ist die WM in Innsbruck-Stubai ein emotionaler Höhepunkt.

„Es ist natürlich wunderschön, dass die WM wieder in Österreich stattfindet", sagt Mayr. „Ich kenne die Berge in Tirol seit meiner Jugend. Hier habe ich unzählige Rennen gelaufen und trainiert. Das gibt mir ein Gefühl von Vertrautheit, das man auf fremden Strecken einfach nicht hat."

Mayr, die auch als Ärztin arbeitet, hat ihre Saisonplanung voll auf die WMTRC 2023 ausgerichtet. Die vergangenen Monate hat sie intensiv an ihrer Form gearbeitet, mit Schwerpunkt auf den spezifischen Anforderungen der WM-Strecken. „Ich bin in einem Alter, in dem jede WM die letzte sein könnte. Deshalb gehe ich diese Vorbereitung mit besonderer Ernsthaftigkeit an."

Der Heimvorteil sei dabei nicht zu unterschätzen, betont Mayr. „Es geht nicht nur darum, die Strecke zu kennen. Es ist das Publikum, die vertraute Umgebung, die kurzen Wege. Man schläft in seinem eigenen Bett, man kennt das Essen, man spricht die Sprache. Das sind Kleinigkeiten, die in der Summe einen Unterschied machen können."

Esther Fellhofer: „Ich will zeigen, was im österreichischen Berglauf steckt"

Esther Fellhofer gehört zur jüngeren Generation österreichischer Bergläuferinnen, die in den letzten Jahren international auf sich aufmerksam gemacht hat. Für sie ist die WM in Innsbruck-Stubai eine Chance, sich auf der größten Bühne des Berglaufsports zu beweisen.

„Ich bin unglaublich motiviert", sagt Fellhofer. „Eine WM im eigenen Land — das bekommt man nicht oft. Ich will diese Chance nutzen und zeigen, was im österreichischen Berglauf steckt. Wir haben so viele talentierte Läuferinnen und Läufer, und bei einer Heim-WM haben wir die Möglichkeit, das einem großen Publikum zu zeigen."

Fellhofer hat sich in den letzten Monaten intensiv mit den Strecken beschäftigt. Sie hat mehrere Besichtigungen durchgeführt und kennt jede Schlüsselstelle. „Ich weiß, wo die schwierigen Passagen sind, wo man Zeit gutmachen kann und wo man vorsichtig sein muss. Dieses Wissen ist ein enormer Vorteil gegenüber Athletinnen, die die Strecke zum ersten Mal laufen."

Auch das Thema Höhe spiele ihr in die Karten, erklärt Fellhofer. „Ich lebe und trainiere in den Alpen. Die Höhenlage der WM-Strecken ist für mich Alltag. Für Athletinnen aus dem Flachland oder aus Übersee kann das hingegen eine echte Herausforderung sein."

Alexander Hutter: „Endlich eine WM, bei der die ganze Familie zuschauen kann"

Alexander Hutter ist einer der vielseitigsten österreichischen Bergsportler. Ob Berglauf bergauf, Up & Down oder Trail — Hutter ist in mehreren Disziplinen auf internationalem Niveau unterwegs. Die WM in Innsbruck-Stubai hat für ihn auch eine persönliche Dimension.

„Schön, dass die WM wieder in Österreich ist", sagt Hutter mit einem Lächeln. „Normalerweise fliege ich quer durch die Welt zu Wettkämpfen. Meine Familie kann selten dabei sein. Bei einer Heim-WM ist das anders — meine Eltern, meine Freundin, Freunde aus der Laufszene, alle können zuschauen. Das gibt zusätzliche Energie."

Hutter betont, dass der Heimvorteil auch eine Kehrseite haben kann. „Die Erwartungen sind natürlich höher. Man will vor dem heimischen Publikum gut abschneiden, das erzeugt Druck. Aber ich habe gelernt, damit umzugehen. Ich fokussiere mich auf mein Rennen und versuche, die Atmosphäre als Antrieb zu nutzen."

Seine Vorbereitung hat Hutter teilweise direkt auf den WM-Strecken absolviert. „Ich war schon mehrmals auf den Kursen unterwegs. Die Strecken sind anspruchsvoll, aber fair. Die Organisation hat großartige Kurse ausgewählt, die den besten Berglauf bieten, den die Region zu bieten hat."

Der österreichische Berglauf: Eine starke Mannschaft

Neben den genannten Athletinnen und Athleten verfügt Österreich über eine breite und starke Mannschaft. Der Österreichische Leichtathletik-Verband hat für die WMTRC 2023 ein großes Aufgebot nominiert, das in mehreren Disziplinen antritt.

Die Stärke des österreichischen Teams liegt in der Breite. Während andere Nationen oft von einzelnen Ausnahmeathletinnen oder -athleten abhängig sind, kann Österreich in den Mannschaftswertungen punkten. Im Berglauf bergauf, im Up & Down und auch auf den Trail-Distanzen hat das Team Chancen auf vordere Platzierungen.

Die Verbandsverantwortlichen sehen die Heim-WM auch als Chance für die Nachwuchsförderung. „Wenn junge Talente die besten Bergläufer der Welt in ihrer Heimat laufen sehen, ist das eine unglaubliche Inspiration", sagt ein Verbandsoffizieller. „Wir hoffen, dass die WMTRC 2023 einen Schub für den Berglaufsport in Österreich auslöst."

Bedeutung der WM für den österreichischen Berglaufsport

Die WMTRC 2023 in Innsbruck-Stubai ist mehr als ein einzelnes Sportevent für den österreichischen Berglauf. Sie ist eine Standortbestimmung und ein Aushängeschild. Österreich gehört traditionell zu den stärksten Nationen im Berglauf, doch die Konkurrenz aus Ländern wie Italien, Frankreich, der Schweiz und zunehmend aus afrikanischen Nationen wird härter.

Die Heim-WM bietet die Gelegenheit, die österreichische Berglauf-Szene einem breiten Publikum zu präsentieren. In einer Zeit, in der Trailrunning boomt und immer mehr Menschen den Weg in die Berge suchen, kann das Event als Katalysator für das Interesse am Leistungsberglauf wirken.

Gleichzeitig investieren der Verband und die Sponsoren in die Infrastruktur des Berglaufsports. Neue Trainingsgruppen entstehen, Stützpunkte werden ausgebaut, die Zusammenarbeit mit der Sportwissenschaft wird intensiviert. Die WMTRC 2023 ist der sichtbare Höhepunkt dieser Entwicklung.

Vorbereitung des Teams: Gemeinsame Trainingslager und Streckenbesichtigungen

Das österreichische Team bereitet sich gezielt auf die Heim-WM vor. Gemeinsame Trainingslager in Tirol, organisierte Streckenbesichtigungen und regelmäßige Leistungsdiagnostik bilden die Grundlage der Vorbereitung. Dabei profitiert das Team von der Nähe zum Austragungsort — kurze Anreisen ermöglichen häufige Trainingseinheiten auf den WM-Strecken.

Auch die mentale Vorbereitung wird nicht vernachlässigt. Ein Sportpsychologe arbeitet mit dem Team, um die Athletinnen und Athleten auf den besonderen Druck einer Heim-WM vorzubereiten. „Der Heimvorteil muss aktiv genutzt werden", erklärt der Teampsychologe. „Dazu gehört, das Publikum als Energiequelle zu sehen und nicht als zusätzlichen Druckfaktor."

Die Stimmung im Team sei hervorragend, berichten die Athletinnen und Athleten. „Es gibt einen besonderen Zusammenhalt, wenn man weiß, dass man zusammen bei einer Heim-WM antritt", sagt Fellhofer. „Wir pushen uns gegenseitig im Training und freuen uns gemeinsam auf das große Event."

Was die Fans erwarten können

Für die österreichischen Fans wird die WMTRC 2023 ein Erlebnis der besonderen Art. Die Strecken sind so angelegt, dass Zuschauer an mehreren Stellen Zugang haben und die Athletinnen und Athleten hautnah erleben können. Besonders die Start- und Zielbereiche werden zu Hotspots der Begeisterung werden.

Die Organisatoren planen zudem ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Musik, Verpflegung und Mitmach-Aktionen. Die WMTRC 2023 soll nicht nur ein Sportevent sein, sondern ein Festival des Bergsports, das Fans, Familien und die gesamte Bevölkerung der Region einbindet.

Häufige Fragen

Österreich stellt ein breites Aufgebot, darunter Andrea Mayr (mehrfache Welt- und Europameisterin), Esther Fellhofer (aufstrebende Bergläuferin) und Alexander Hutter (vielseitiger Bergsportler). Das Team tritt in mehreren Disziplinen an — Berglauf bergauf, Up & Down und Trail-Distanzen.

Der Heimvorteil umfasst Streckenkenntnis, Gewöhnung an die Höhenlage, Unterstützung durch das heimische Publikum, vertraute Umgebung und kurze Anreisewege. Viele österreichische Athleten trainieren regelmäßig auf den WM-Strecken und kennen jede Schlüsselstelle.

Die Vorbereitung umfasst gemeinsame Trainingslager in Tirol, organisierte Streckenbesichtigungen, regelmäßige Leistungsdiagnostik und sportpsychologische Betreuung. Die Nähe zum Austragungsort ermöglicht häufige Trainingseinheiten direkt auf den WM-Kursen.

Österreich ist traditionell stark im klassischen Berglauf bergauf, wo Andrea Mayr regelmäßig um Medaillen kämpft. Auch in den Mannschaftswertungen hat das Team dank seiner Breite gute Chancen. Im Trailrunning wächst die Stärke der österreichischen Läuferinnen und Läufer stetig.

Österreich hat bereits mehrfach internationale Berglaufevents ausgerichtet. Die WMTRC 2023 in Innsbruck-Stubai ist jedoch die erste kombinierte World Mountain and Trail Running Championships im Land und damit ein historisches Ereignis für den österreichischen Bergsport.

Ja, die Strecken sind so angelegt, dass Zuschauer an mehreren Stellen Zugang haben. Besonders die Start- und Zielbereiche bieten beste Sicht auf die Athletinnen und Athleten. Die Organisatoren empfehlen, frühzeitig anzureisen, um einen guten Platz zu sichern.